Voilà, das BIOGRAFIENFORUM nimmt Gestalt an!
So verlief der Höhepunkt des Biografie-Wettbewerbs 2009/2010:
Auf unserer Medien-Seite finden Sie einen ca. 10minütigen Fernsehbeitrag über die Veranstaltung im Zeughauskino am 10.10.2010

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Else Schwenk-Anger, Wilhelm Simonsohn und Clara Welten...

...ließen sich heute feiern. Die drei Gewinner des diesjährigen Biografie-Wettbewerbs genossen die Filmvorführung im Kreise ihrer Familie und Freunde sowie zahlreicher weiterer Zuschauer im Zeughauskino im Deutschen Historischen Museum.

10.10.2010

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Es gibt leider keine Plätze mehr für die Sonntagsmatinée am 10.10.2010. Wir sind restlos ausgebucht!

31. September 2010
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Präsentation der GewinnerInnen-Filme

am 10. Oktober 2010 um 11 Uhr

im Deutschen Historischen Museum in Berlin

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In der rumänischen Stadt Lipova drehen wir Else Schwenk-Anger auf der Empore der Kirche Maria Radna
Beim Dreh mit Clara Welten auf den Spuren ihrer Kindheit in Zeitz in Sachsen-Anhalt war sogar der MDR mit einem Team der Nachrichtenredaktion dabei

Die "heiße" Phase der Filmproduktion hat begonnen. Zur Zeit drehen wir im Schwarzwald, in Rumänien, in Berlin, Sachsen und Hamburg. Fotos von den aktuellen Begebenheiten vor Ort veröffentlichen wir in Kürze.

Anfang Juni 2010

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DANKE!

Wir bedanken uns sehr bei allen Teilnehmern für die Einsendung ihrer so persönlichen Lebensgeschichten!

Die überwiegend sehr bewegenden, anrührenden, spannenden und mitreißenden Biografieskizzen haben es der Jury schwer gemacht, sich für jeweils nur einen Gewinner pro Kategorie zu entscheiden. Sicher hätten es viele der Geschichten verdient, verfilmt zu werden und wir können denen, die es diesmal nicht in die Endrunde geschafft haben, nur raten, beim nächsten Mal wieder mitzumachen. Ja, es steht schon jetzt fest, dass wir im Herbst einen neuen Durchlauf starten. Näheres hierzu wird rechtzeitig bekannt gegeben. Aber jetzt:

Herzlichen Glückwunsch

den GewinnerInnen des Biografie-Wettbewerbs 2009/2010!

Erster Platz in der Kategorie „Zeitzeuge“ : Wilhelm Simonsohn
In der Kategorie „Zeitzeuge“ entschied sich die Jury für den 90-jährigen Wilhelm Simonsohn. Der ehemalige Verwaltungsleiter des Universitätsklinikums Hamburg-Eppendorf hat als Adoptivsohn eines jüdischen Vaters deren Verfolgung miterlebt – und meldete sich trotzdem auf Rat seines Vaters freiwillig zur Luftwaffe. Seinen Zeitzeugen-Bericht beeindruckte die Jury vor allem durch die Schilderung seiner ambivalenten Rollen. „Er zeigt die Widersprüche und Brüche in der Geschichte, wie sie erfahren und verarbeitet wurden“, so Jurymitglied Dr. Alexander von Plato für das Institut für Geschichte und Biographie der FernUniversität Hagen.

Gewinnerin der Kategorie „Engagement“: Else Schwenk-Anger
Der erste Platz in der Kategorie „Engagement“ ging an Else Schwenk-Anger aus Alpirsbach im Schwarzwald. Die 74-jährige Kinderbuchautorin und -verlegerin unterstützt seit 20 Jahren Waisenkinder in der rumänischen Stadt Lipova. Ihr gelang es aus einem einstigen Waisenhaus, dass nicht mehr als eine Verwahranstalt war, einen Ort zu schaffen, an dem Waisenkinder heute in zehn Familienhäusern liebevoll von Pflegeeltern betreut werden. Zudem konnten durch ihr Engagement eine Sonderschule, ein Haus für HIV-infizierte Kinder und zwei Arztpraxen in der rumänischen Stadt gegründet werden. Für Jurymitglied Loring Sittler vom Generali Zukunftsfonds ist sie ein exzellentes Beispiel dafür „wie man unternehmerischen Erfolg nachhaltig und sozial für Andere einsetzt“.

Siegerin der Kategorie „Persönlichkeit“: Clara Welten
In der Kategorie „Persönlichkeit“ wurde die 42-jährige Clara Welten aus Berlin zur Siegerin gekürt. Sie wurde von ihren Eltern im Geist der bekennenden Kirche erzogen und kam dadurch als Teenager heftig mit ihrer DDR-Umgebung in Konflikt. Auch nach der Ausreise in die BRD verließ sie das Gefühl nicht, unverstandene Außenseiterin zu sein: Die gravierenden psychischen Probleme konnte sie erst überwinden, als sie nach Frankreich ging. Für Jurymitglied Christian Staas, Chefredakteur von ZEIT Geschichte, zeigt sich an dieser Biographie ein ganz grundsätzliches moralisches Problem: “Soll ich meine Kinder zu Werten erziehen, diesie in Konflikt mit ihrer Umwelt bringen?!“.

Die Auswahl der Sieger fiel der Jury nicht leicht: „Es gab eine Fülle von sehr spannenden, bewegenden, und in jedem Fall interessanten Biografien. Auch die Nicht-Prämierten bleiben weiter für die Öffentlichkeit zugänglich: Sie werden Teil unseres Zeitzeugen-Archivs in LeMo-Lebendiges Museum online“, so Jurymitglied Prof. Dr. Rosmarie Beier-de Haan vom Deutschen Historischen Museum.

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Wir bitten noch um etwas Geduld. Die Entscheidung der Jury wird sich voraussichtlich um ca. eine Woche verzögern. Wir gehen davon aus, dass wir spätestens am 24. März die Namen der GewinnerInnen veröffentlichen können.

Berlin, 16. März 2010

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Die Jury tagt Mitte März. Die Namen der GewinnerInnen werden

am 17. März 2010

an dieser Stelle veröffentlicht.

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ENDSPURT

Bis zum 28. Februar 2010 können Sie sich noch bewerben,

danach steht der Antrag nicht mehr online.

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aus der

Begrüßungsrede
zur Auftaktveranstaltung am 11. Oktober 2009 in Berlin:

von Dr. Hinz vom Deutschen Historischen Museum

"(...) Für ein Geschichtsmuseum ist es quasi Pflicht, sich mit Biographien nicht nur zu beschäftigen, sondern originale Erinnerungsstücke an Personen so zueinander zu bringen, dass sie Aussagen über Leben, Wirken und Bedeutung der jeweiligen Person ermöglichen.

Keinesfalls muss es sich dabei nur um eindimensionale Erklärungen handeln, sondern unterschiedliche Sichtweisen auf Personen oder Ereignisse zu präsentieren - und das ist ein Grundprinzip des Deutschen Historischen Museums – fördert die Auseinandersetzung über die Vergangenheit und erleichtert die Bewertung von historischen Situationen.

In diesem Sinne hat das Museum eine Reihe von Ausstellungen zu historischen Persönlichkeiten gezeigt, ob das Wilhelm II oder Außenminister Rathenau waren oder gar John F. Kennedy. Runde Erinnerungsjahre laden dazu auch immer wiederein. Aber Geschichte wird nicht nur durch die Großen dieser Welt erklärt, sondern durch Biographien aus der Bevölkerung, Menschen, die mitgewirkt haben und betroffen sind.

Wenn Sie durch die Ständige Ausstellung des Deutschen Historischen Museums – 2000 Jahre deutsche Geschichte - gehen, dann werden Sie an vielen Stellen mit Einzelschicksalen konfrontiert, mit Menschen, die Opfer oder Täter waren, die die Auswirkungen von Kriegen, Verfolgungen, von revolutionären Situationen erlebten aber auch das ganz normale Alltagsleben widerspiegeln.

Migranten -Schicksale aus verschiedenen Jahrhunderten, Repräsentanten typische Berufe vom Wandergesellen zum Industriellen, die Abgeordneten etwa der Frankfurter Paulskirchenversammlung, Auswanderer, Soldatenleben an der Front und hungernde Zivilbevölkerung der Weltkriege, Holocaustopfer, Zwangsarbeiter, Vertriebene, Integrierte und über die Wiedervereinigung Deutschlands jubelnde Menschen, zu all diesen Menschen werden Biographien präsentiert.

Durch die Berücksichtigung von Biografien wird Empathie bei den Betrachtenden erzeugt, Menschen setzen sich mit dem historischen Ereignis leichter auseinander, gewinnen über den emotionalen Zugang zu den Personen ein Verständnis für Geschichte, politische Ereignisse oder kulturelle Ausprägungen. Letztlich trägt dies zu einem höheren Grad an Selbstvergewisserung bei und stärkt Identitäten. Dies ist ein wichtiges Bildungsziel von Museumsarbeit.

Der Biografie-Wettbewerb, der heute hier im Mittelpunkt steht, knüpft daran an und das DHM wirkt nicht nur als heutiger Gastgeber daran mit, sondern ist mit Frau Prof. Beier de Haan auch in der Jury des Wettbewerbes vertreten.

Ich wünsche dem Projekt und seinen Initiatorinnen viel Erfolg."
Peter Maffay und Dr. Hans-Martin Hinz (DHM)

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Maffay ist angekommen!

"Auf dem Weg zu mir" lautet der Titel der aktuellen Biografie über Peter Maffay,
die im Jahr seines sechzigsten Geburtstags erschienen ist.

Wer sich heute zu den glücklichen Gästen der Sonntags-Matinée zählen durfte, konnte miterleben, wie der Musiker, der aus Siebenbürgen stammt, ganz offensichtlich längst bei sich selbst (und natürlich beim geneigten Publikum) angekommen ist. In einer kurzweiligen Mischung aus Talk - mit dem sachkundigen jungen Chefredakteur von ZEIT Geschichte als Moderator - und kurzen Einspielfilmen aus Peter Maffays Leben und Werk wurde das Publikum im gefüllten Zeughauskino des Deutschen Historischen Museums Zeuge einer abwechslungsreichen Biografie, aus der der beliebte Musiker und seit Jahren sozial Engagierte so bildhaft erzählte, dass man ihm gerne noch Stunden zugehört hätte. Ebenso gern wäre er selbst länger geblieben. Aber die nächsten Termine (ARD-Hauptstadtstudio am Sonntagmittag - nach der Aufzeichnung zu "Inas Nacht" im NDR Hamburg am Vorabend) standen schon an und so verließ er, nach einer kurzen Signierrunde und insgesamt gut zwei Stunden, die Auftaktveranstaltung zum Biografie-Wettbewerb 2009/2010, der hiermit prominent gestartet ist.

Berlin, 11. Oktober 2009
Peter Maffay und Christian Staas (Chefredakteur ZEIT Geschichte) im Zeughauskino des Deutschen Historischen Museums
von links nach rechts:
Evelyn Filipp, Christian Staas, Peter Maffay, Angelika Brötzmann, Hans-Martin Hinz, Loring Sittler
Glücksmoment für die Fans: Peter Maffay signiert
Peter Maffay und Loring Sittler von GENERALI Zukunftsfonds

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Peter Maffay unterstützt den Biografie-Wettbewerb.
In einem MDR-Film auf den Spuren seiner Kindheit sagt er zu seinem Vater:
"Ich glaube, dass man das, was du erlebt hast, authentischer nicht erzählt bekommen kann. Weil du ein Zeitzeuge bist! Und ich glaube, dass das, was du erzählst, für die Generationen, die nachkommen und für den Frieden, den man untereinander erzeugen muss in Zukunft, weil es nur diese Alternative gibt, dass man das dringend braucht!"

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Auftaktveranstaltung mit Peter Maffay

am 11. Oktober 2009 um 11 Uhr

im Zeughauskino in Berlin

Bundesweiter Biografie-Wettbewerb "Was für ein Leben!" startet am 11.10.2009

Wegen der begrenzten Sitzplatzzahl ist dringend Anmeldung erforderlich:

info@wasfuereinleben.de
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